„Serendipity ist die vom Schicksal gewährte Gunst, unerwartete Entdeckungen zu machen –
eine Gunst, die jedoch nur jene erfahren, deren Geist und Sinne dafür offenstehen.“



Serendipity

 

 

Ein Projekt und eine Edition

»Kunstprojekt Serendipity« ist der Name eines langfristig angelegten Projekts, das 2007 von der Kunsthistorikerin Christine Janicek und dem Kunstliebhaber Georg Folian ins Leben gerufen wurde. Dieses Projekt, das eine Lücke im Förderungsbereich schließt, beruht auf der Erkenntnis, dass Unterstützungen fast ausschließlich jungen KünstlerInnen am Beginn ihrer Laufbahn zugutekommen. Im Unterschied dazu konzentriert sich das Kunstprojekt Serendipity auf KünstlerInnen, die bereits ein umfangreiches Œuvre geschaffen haben, aber der Öffentlichkeit nicht so bekannt sind, wie es ihrer Wertschätzung in Fachkreisen entsprechen müsste. Georg Folian schuf als Sponsor die finanziellen Voraussetzungen für dieses Kunstprojekt, die inhaltliche Konzeption und organisatorische Durchführung übernahm Christine Janicek. Die Arbeiten der ausgewählten KünstlerInnen stellt das Kunstprojekt Serendipity in einer jährlichen Einzelausstellung einem breiteren Publikum vor. Begleitend zur Ausstellung wird ein aufwändig gestalteter Katalog produziert, der anhand von Essays und umfangreichem Bildmaterial die Entwicklung der Künstlerin bzw. des Künstlers dokumentiert. Diese Kataloge erscheinen in der Reihe »Edition Serendipity« im Verlag für moderne Kunst.

Bis 2013 fanden diese Ausstellungen im Künstlerhaus Wien statt. Da sich das Künstlerhaus inhaltlich anders orientierte, suchten Janicek und Folian neue Räumlichkeiten – was schließlich zur Konsequenz hatte, dass im Juni 2016 ein eigener Ausstellungsraum, der Kunstraum Nestroyhof eröffnet und damit eine dauerhafte Ausstellungs-, Kunst- und Kulturstätte geschaffen wurde – in der auch das Kunstprojekt Serendipity seinen fixen Platz erhalten hat.

Benannt wurde das Kunstprojekt programmatisch nach einem Begriff, den der englische Schriftsteller Horace Walpole im 18. Jahrhundert geprägt hat: Serendipity. Er bezeichnet damit die vom Schicksal gewährte Gunst, unerwartete Entdeckungen zu machen – eine Gunst, die jedoch nur jene erfahren, deren Geist und Sinne dafür offenstehen.

 

„Serendipity ist im Englischen nicht nur die Entdeckung, der glückliche Zufall, es meint auch den Spürsinn. Und den hat dieses Projekt auch deutlich unter Beweis gestellt.“

(Gerhard Zeillinger in seiner Rezension zur Ausstellung von Christoph Luger, 2011)

 

www.kunstraum-nestroyhof.at


 

Bisherige Ausstellungen

 

 

Richard Kaplenig
dingfest
Künstlerhaus Wien, 2013
 

Alfred Graf
Essenz der Landschaft
Künstlerhaus Wien, 2012

  

Christoph Luger
Arbeiten auf Papier
Künstlerhaus Wien, 2011

 

 

Jakob Gasteiger
Arbeiten 1985–2010
Künsterhaus Wien, 2010

 

 

Oskar Putz
Bilder und Farbkonzepte
Künstlerhaus Wien, 2009

 

 

De Es Schwertberger
Architexturen
Palais Palffy Wien, 2007