„Serendipity ist die vom Schicksal gewährte Gunst, unerwartete Entdeckungen zu machen –
eine Gunst, die jedoch nur jene erfahren, deren Geist und Sinne dafür offenstehen.“



Ausstellung 2009:
Oskar Putz »Bilder und Farbkonzepte«

»Abstrakte Kunst« ist ein allgegenwärtiger Begriff, der auch bei kunstferneren Menschen bekannt ist und Assoziationen hervorruft. Im Gegensatz dazu ist die »konkrete Kunst« weit weniger geläufig, und sie ist nicht – wie das Wort »konkret« suggerieren könnte – das Gegenteil von abstrakter Kunst, sondern sie beschäftigt sich mit der Konstruktion von Farbe, Form und Linie auf mathematisch-geometrischer Grundlage.
Einer der wenigen österreichischen Vertreter der Konkreten Malerei ist Oskar Putz. Der Bogen seines Schaffens spannt sich von der klassischen konkreten Malerei – wie sie z. B. von Piet Mondrian, Max Bill, Josef Albers oder Richard Paul Lohse repräsentiert wird – bis hin zu neueren Werken, bei denen die Exaktheit der Konstruktion zugunsten der Wirkung der Farbfelder in den Hintergrund tritt. Parallel zu seinem bildnerischen Werk hat Oskar Putz seine farbgestalterischen Ideen in vielen architektonischen Projekten verwirklicht. Auch wenn sein Name vor allem in Architektenkreisen geläufig ist, so kennen doch viele Leute seine Arbeiten im öffentlichen Raum, wie z. B. die durchscheinende Fassade des Hollywood Megaplex Kinocenters neben dem Gasometer, die Kix-Bar in der Wiener Innenstadt, den vieldiskutierten Kubus der Kunsthalle auf dem Karlsplatz oder zahlreiche Wohnsiedlungen in Wien und Niederösterreich, deren Farbgebung ebenfalls seine Handschrift trägt. 

Kurzbiografie Oskar Putz

1940 geboren in Salzburg.
1962–1967 Studium der Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien.
1973–1985 Lehrtätigkeit an der Technischen Universität Wien.
1987–2000 Professor an der Graphischen Lehr- und Versuchsnstalt Wien.
Lebt in Wien und Niederösterreich