„Serendipity ist die vom Schicksal gewährte Gunst, unerwartete Entdeckungen zu machen –
eine Gunst, die jedoch nur jene erfahren, deren Geist und Sinne dafür offenstehen.“



Kunstprojekt Serendipity

»Kunstprojekt Serendipity« ist der Name eines langfristig angelegten Projekts, das 2007 von der Kunsthistorikerin Christine Janicek initiiert wurde und von dem Kunstliebhaber Georg Folian finanziert wird. Dieses Projekt, das eine Lücke im Förderungsbereich schließt, basiert auf einer ungewöhnlichen Idee. Denn im Unterschied zu anderen Initiativen, die vornehmlich junge KünstlerInnen am Beginn ihrer Laufbahn fördern, konzentriert sich das Kunstprojekt Serendipity auf KünstlerInnen, die bereits ein umfangreiches Œuvre geschaffen haben, aber der Öffentlichkeit nicht so bekannt sind, wie es ihrer Wertschätzung in Fachkreisen entsprechen müsste. Die Arbeiten dieser KünstlerInnen will das Kunstprojekt Serendipity durch eine jährliche Einzelausstellung in großem Rahmen einem breiteren Publikum eröffnen. Begleitend dazu erscheint in der „Edition Serendipity“ ein aufwändig gestalteter Katalog, der anhand von Essays und umfangreichem Bildmaterial die Entwicklung der Künstlerin bzw. des Künstlers dokumentiert. Darüber hinaus wird ein ca. 8-minütiges Video über die Ausstellung produziert.

»Das Wort Serendipity«, so erläutert die Projektleiterin und Ausstellungskuratorin Christine Janicek, »bedeutet die vom Schicksal gewährte Gunst, unerwartete Entdeckungen zu machen – eine Gunst, die aber nur jene erfahren, deren Geist und Sinne dafür offenstehen. Auch beim Kunstprojekt Serendipity ist der glückliche Zufall am Werk, denn wenn man sich ständig im Kunstbereich bewegt, stößt man unvermutet immer wieder auf Künstler und Künstlerinnen, die bereits ein beeindruckendes Werk geschaffen haben und die auch von der Fachwelt hochgeschätzt werden, die aber letztlich in der Öffentlichkeit nicht genügend bekannt sind. Diesen Kunstschaffenden wollen wir mit einer jährlichen Einzelausstellung Raum und Möglichkeit geben, ihre Arbeiten einem großen Publikum zu zeigen. Von besonderem Wert für die jeweils ausgewählten Künstler ist auch, dass sie mit dem Ausstellungskatalog, der ihre künstlerische Entwicklung dokumentiert, ein Referenzwerk ihres gesamten Schaffens haben, das zudem auch in maßgeblichen Bibliotheken einsehbar ist.«

Dieses Projekt wird von Georg Folian auf rein privater Basis finanziell getragen und ist nicht gewinnorientiert. Sein Interesse für Kunst hat ihn schon früh zum Sammeln von Kunstwerken gebracht. Sein besonderes Augenmerk galt dabei den Werken zeitgenössischer österreichischer Künstler. »Irgendwann einmal hatte der Umfang meiner Sammlung einen Punkt erreicht, an dem ich zu viele Bilder, die ich eigentlich immer wieder gerne anschauen wollte, in einem Depot verwahren musste«, so Georg Folian, »deshalb habe ich beschlossen, kaum mehr weitere Ankäufe zu tätigen. Dennoch möchte ich aber weiterhin zur Förderung von Kunst und Kunstschaffenden beitragen.«

 

Bisherige Ausstellungen:

Eva Hradil
beziehungsweise
Kunstraum Nestroyhof, 2016

Richard Kaplenig
dingfest
Künstlerhaus Wien, 2013

Alfred Graf
Essenz der Landschaft
Künstlerhaus Wien, 2012

Christoph Luger
Arbeiten auf Papier
Künstlerhaus Wien, 2011

Jakob Gasteiger
Arbeiten 1985–2010
Künsterhaus Wien, 2010

Oskar Putz
Bilder und Farbkonzepte
Künstlerhaus Wien, 2009

De Es Schwertberger
Architexturen
Palais Palffy Wien, 2007